Das Lernuniversum basiert auf einem systemischen und lebensweltorientierten Lernmodell. Wirtschaft und Recht werden nicht als getrennte Fachgebiete vermittelt, sondern anhand von realen Lebenssituationen erschlossen, in denen wirtschaftliche und rechtliche Fragen auftreten.
Ziel ist es, dass Lernende wirtschaftliche und rechtliche Probleme selbständig analysieren und beurteilen können. Damit sollen sie die Kompetenz erreichen, sinnvolle Entscheidungen zu treffen und nachvollziehbar zu begründen.
Das didaktische Modell verbindet Gesellschaft, Handlungskompetenzen und Unterricht in einer klaren Ableitungslogik:
Das Lernuniversum unterstützt Lernende dabei, sich in einer komplexen Gesellschaft zu orientieren.
Der Unterricht beginnt immer mit einer konkreten Situation aus der Lebenswelt der Lernenden, zum Beispiel:
einen Vertrag abschliessen
arbeiten und Einkommen erzielen
eine Wohnung mieten
ein Unternehmen gründen
Steuern zahlen
wirtschaftliche Krisen verstehen.
Diese Situationen bilden die Kapitelstruktur des Lernuniversums.
Jede Situation wird mit einer Systemanalyse untersucht. Dabei betrachten die Lernenden das Problem aus mehreren Perspektiven:
Wirtschaft
Recht
Politik
Gesellschaft
Technologie
Ökologie.
Zusätzlich werden die beteiligten Akteure identifiziert (z. B. Konsument – Unternehmen, Arbeitnehmer – Arbeitgeber, Bürger – Staat). Dadurch erkennen die Lernenden Interessen, Konflikte und Wechselwirkungen.
Erst nach der Analyse werden die notwendigen fachlichen Grundlagen eingeführt. Diese erscheinen in sogenannten Wissenskarten und enthalten die zentralen Konzepte aus:
Recht (z. B. Vertragsrecht, Arbeitsrecht, Mietrecht)
Betriebswirtschaft (z. B. Unternehmungsmodell, Marketing, Finanzierung)
Volkswirtschaft (z. B. Konjunktur, Geldpolitik, Globalisierung).
Die Theorie wird dadurch immer direkt mit einer konkreten Situation verknüpft.
In Methodenboxen lernen die Lernenden analytische Werkzeuge kennen, zum Beispiel:
Subsumtion (juristische Fallanalyse)
Wirkungsdiagramme
Entscheidungs- und Nutzwertanalysen
Managementmodelle.
Diese Methoden helfen, wirtschaftliche und rechtliche Probleme strukturiert zu bearbeiten.
Am Ende jeder Einheit reflektieren die Lernenden ihre Ergebnisse:
Welche Zusammenhänge habe ich erkannt?
Welche Lösung erscheint sinnvoll?
Wo tritt ein ähnliches Problem auf?
So entwickeln sie Schritt für Schritt die Fähigkeit, wirtschaftliche und gesellschaftliche Fragen selbstständig zu beurteilen.
Das Ziel von wirtschaftverstehen.ch ist es, Lernende zu mündigen Wirtschafts- und Rechtsbürgerinnen und -bürgern zu entwickeln.
Sie sollen wirtschaftliche und rechtliche Zusammenhänge verstehen, unterschiedliche Perspektiven berücksichtigen und fundierte Entscheidungen treffen können.